Ein Barcode direkt im Metall – ohne Etikett, ohne Aufkleber, der sich lösen oder verschmutzen kann. Per Lasergravur entsteht ein dauerhafter, maschinenlesbarer Strichcode, der ein Bauteilleben lang scannbar bleibt. Das ist die Grundlage für effiziente Lager-, Produktions- und Rückverfolgbarkeitsprozesse.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Barcode-Typen sich auf Metall eignen, wann ein 1D-Strichcode ausreicht und wann ein 2D-Code sinnvoller ist – und worauf Sie bei der Lesbarkeit achten müssen.

1D & 2D
Code-Arten
DPM
Direct Part Marking
Ab 1
Stück · keine Mindestmenge
100W
Faserlaser-Leistung

Warum den Barcode direkt im Metall?

Aufgeklebte Barcode-Etiketten haben in industriellen Umgebungen einen Nachteil: Sie können sich lösen, verschmutzen, verkratzen oder von Öl, Lösungsmitteln und Hitze angegriffen werden. Sobald das Etikett unleserlich ist, reißt die Rückverfolgbarkeit ab.

Ein gelaserter Barcode liegt dagegen fest im Werkstoff (Direct Part Marking, DPM). Er übersteht Reinigung, Abrieb, Temperaturwechsel und mechanische Belastung – und bleibt über die gesamte Lebensdauer des Bauteils scannbar.

💡 Praxis-Hinweis

Für eine sichere Scanbarkeit kommt es nicht nur auf den Code an, sondern auf Kontrast, Modulbreite und Ruhezone. Diese stimmen wir auf Ihren Werkstoff und Ihr Lesegerät ab.

Welche Barcode-Typen eignen sich?

Für die Metallkennzeichnung kommen je nach Anwendung verschiedene 1D-Symbologien zum Einsatz.

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Code 128
Kompakt und vielseitig – kodiert Zahlen und Buchstaben. Der Standard für Logistik und interne Kennzeichnung.
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Code 39
Robust und weit verbreitet in Industrie und Technik. Auch ohne Prüfziffer zuverlässig lesbar.
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EAN / UPC
Der klassische Handels-Barcode für Artikelnummern – wo Produkte im Handel erfasst werden.
📐 Datenmenge beachten

1D-Barcodes kodieren begrenzt viele Zeichen. Wer eine längere Seriennummer, eine URL oder strukturierte Daten unterbringen möchte, fährt mit einem DataMatrix- oder QR-Code meist besser.

1D-Barcode vs. 2D-Code

Die Wahl zwischen Strichcode und 2D-Code hängt von Platz, Datenmenge und Leseprozess ab.

1D-Barcode
Strichcode · einfach & schnell
  • Bewährt, von jedem Handscanner lesbar
  • Ideal für kurze Artikel- und Seriennummern
  • Einfache Integration in bestehende Systeme
  • Benötigt mehr Breite für viele Zeichen
  • Linear – nur in einer Richtung scannbar
2D-Code (DataMatrix / QR)
Kompakt · datenstark
  • Viel Information auf kleinster Fläche
  • Fehlerkorrektur – lesbar auch bei Beschädigung
  • Ideal für kleine Bauteile (DPM)
  • Aus jeder Richtung scannbar
  • Empfohlen für UDI, GS1 und Rückverfolgbarkeit

Faustregel: 1D, wenn der Code in bestehende Barcode-Prozesse passt und der Platz reicht. 2D, wenn es eng wird oder mehr Daten gespeichert werden sollen.

Lesbarkeit & Mindestgröße

Ein Barcode ist nur so gut wie seine Scanbarkeit. Diese Faktoren entscheiden über die zuverlässige Erfassung:

💬 Unsere Empfehlung

Lassen Sie vor einer größeren Serie ein Testmuster anfertigen und mit Ihrem eigenen Lesegerät prüfen. So ist die Scanbarkeit garantiert, bevor produziert wird. Mehr zum Laser-Testservice →

Typische Einsatzgebiete

Gelaserte Barcodes auf Metall sind überall dort gefragt, wo Bauteile eindeutig und dauerhaft erfasst werden müssen.

📦
Lager & Logistik
Eindeutige Erfassung von Behältern, Paletten und Bauteilen.
⚙️
Produktion
Werkstückverfolgung durch alle Fertigungsschritte hinweg.
🔧
Werkzeug & Betriebsmittel
Inventarisierung und Zuordnung von Werkzeugen und Vorrichtungen.
🔩
Ersatzteile
Eindeutige Identifikation für Wartung und Nachbestellung.
📋
Asset-Tracking
Dauerhafte Kennzeichnung von Anlagen und Betriebsmitteln.
🔁
Rückverfolgbarkeit
Lückenlose Nachverfolgung über die gesamte Lieferkette.