Ein Barcode direkt im Metall – ohne Etikett, ohne Aufkleber, der sich lösen oder verschmutzen kann. Per Lasergravur entsteht ein dauerhafter, maschinenlesbarer Strichcode, der ein Bauteilleben lang scannbar bleibt. Das ist die Grundlage für effiziente Lager-, Produktions- und Rückverfolgbarkeitsprozesse.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Barcode-Typen sich auf Metall eignen, wann ein 1D-Strichcode ausreicht und wann ein 2D-Code sinnvoller ist – und worauf Sie bei der Lesbarkeit achten müssen.
Warum den Barcode direkt im Metall?
Aufgeklebte Barcode-Etiketten haben in industriellen Umgebungen einen Nachteil: Sie können sich lösen, verschmutzen, verkratzen oder von Öl, Lösungsmitteln und Hitze angegriffen werden. Sobald das Etikett unleserlich ist, reißt die Rückverfolgbarkeit ab.
Ein gelaserter Barcode liegt dagegen fest im Werkstoff (Direct Part Marking, DPM). Er übersteht Reinigung, Abrieb, Temperaturwechsel und mechanische Belastung – und bleibt über die gesamte Lebensdauer des Bauteils scannbar.
Für eine sichere Scanbarkeit kommt es nicht nur auf den Code an, sondern auf Kontrast, Modulbreite und Ruhezone. Diese stimmen wir auf Ihren Werkstoff und Ihr Lesegerät ab.
Welche Barcode-Typen eignen sich?
Für die Metallkennzeichnung kommen je nach Anwendung verschiedene 1D-Symbologien zum Einsatz.
1D-Barcodes kodieren begrenzt viele Zeichen. Wer eine längere Seriennummer, eine URL oder strukturierte Daten unterbringen möchte, fährt mit einem DataMatrix- oder QR-Code meist besser.
1D-Barcode vs. 2D-Code
Die Wahl zwischen Strichcode und 2D-Code hängt von Platz, Datenmenge und Leseprozess ab.
- Bewährt, von jedem Handscanner lesbar
- Ideal für kurze Artikel- und Seriennummern
- Einfache Integration in bestehende Systeme
- Benötigt mehr Breite für viele Zeichen
- Linear – nur in einer Richtung scannbar
- Viel Information auf kleinster Fläche
- Fehlerkorrektur – lesbar auch bei Beschädigung
- Ideal für kleine Bauteile (DPM)
- Aus jeder Richtung scannbar
- Empfohlen für UDI, GS1 und Rückverfolgbarkeit
Faustregel: 1D, wenn der Code in bestehende Barcode-Prozesse passt und der Platz reicht. 2D, wenn es eng wird oder mehr Daten gespeichert werden sollen.
Lesbarkeit & Mindestgröße
Ein Barcode ist nur so gut wie seine Scanbarkeit. Diese Faktoren entscheiden über die zuverlässige Erfassung:
- Kontrast – heller Grund, dunkle Striche (oder umgekehrt) für sichere Erkennung
- Modulbreite – die schmalste Linie muss zum Lesegerät und Scanabstand passen
- Ruhezone – ausreichender freier Rand links und rechts des Codes
- Saubere Kanten ohne Ausfließen – wichtig bei kleinen Codes
- Bei Serien: Lesetest vorab mit Ihrem Scanner auf dem echten Werkstoff
Lassen Sie vor einer größeren Serie ein Testmuster anfertigen und mit Ihrem eigenen Lesegerät prüfen. So ist die Scanbarkeit garantiert, bevor produziert wird. Mehr zum Laser-Testservice →
Typische Einsatzgebiete
Gelaserte Barcodes auf Metall sind überall dort gefragt, wo Bauteile eindeutig und dauerhaft erfasst werden müssen.