Maschinenlesbare Codes sind das Rückgrat moderner Rückverfolgbarkeit. QR-Codes und DataMatrix-Codes verbinden ein physisches Bauteil mit digitalen Informationen – von der Charge über den Fertigungsauftrag bis zur Wartungshistorie im ERP-System.
Direkt ins Metall gelasert, sind diese Codes deutlich beständiger als aufgeklebte Etiketten: Sie überstehen Reinigung, Abrieb und Witterung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann sich QR oder DataMatrix lohnt, wie klein die Codes sein dürfen und worauf es bei der Datenlieferung ankommt.
QR-Code oder DataMatrix?
Beide Codetypen speichern Informationen zweidimensional – die richtige Wahl hängt von Platz, Lesegerät und Einsatzzweck ab.
- Leicht mit Standard-Smartphones lesbar
- Hohe Verbreitung und Kompatibilität
- Gut für externe Kommunikation & Endkunden
- Höherer Platzbedarf als DataMatrix
- Ideal für Dokumentation und Marketing
- Deutlich kompakter bei gleicher Datenmenge
- Industriestandard für Direct Part Marking
- Auch auf kleinster Fläche zuverlässig lesbar
- GS1-kompatibel für Lieferketten
- Empfohlen für CNC, Maschinenbau, Automotive
In der industriellen Fertigung ist der DataMatrix-Code meist die bessere Wahl: Er fasst auf kleinster Fläche die meisten Informationen und eignet sich optimal für automatisierte Leseverifikation.
Wie klein darf ein Code sein?
Die minimale Codegröße entscheidet darüber, ob ein Scanner den Code sicher liest. Diese Richtwerte helfen bei der Planung:
- Modulbreite 0,2–0,3 mm bei DataMatrix je nach Oberfläche und Scanner
- Ruhezone (Quiet Zone) mindestens 1× Modulbreite ringsum freilassen
- Kontrast ist entscheidend – Anlassmarkierung oder Gravur je nach Material wählen
- Gekrümmte oder raue Flächen beeinflussen die Lesbarkeit – vorab testen
- Bei DPM: Verifikation nach ISO/IEC 29158 möglich, wenn gefordert
Vor der Serienfertigung lohnt sich ein Testmuster auf dem echten Werkstoff. So stellen wir sicher, dass Ihr Scanner den Code zuverlässig liest. Zum Laser-Testservice →
Direct Part Marking – direkt ins Metall
Direct Part Marking (DPM) bezeichnet das dauerhafte Einbringen eines Codes direkt in das Bauteil – ohne Etikett, ohne Schild. Das ist die robusteste Form der Kennzeichnung.
Im Gegensatz zu Klebeetiketten kann ein gelaserter Code nicht verloren gehen oder unleserlich werden. Gerade in rauen Industrieumgebungen ist DPM deshalb die zuverlässigste Lösung für dauerhafte Rückverfolgbarkeit.
Anwendungen & Standards
Maschinenlesbare Codes sind in vielen Branchen Pflicht oder Standard. Die wichtigsten Vorgaben im Überblick:
Daten richtig liefern
Je sauberer Ihre Daten, desto schneller und fehlerfreier die Kennzeichnung. So bereiten Sie Ihren Auftrag optimal vor:
- Codeinhalt exakt definieren – Text, Seriennummernlogik oder GS1-Datenstruktur
- Fortlaufende Nummern? Geben Sie Start, Schrittweite und Format an
- Platzierung & Größe auf dem Bauteil angeben oder mit uns abstimmen
- Material und Oberfläche nennen – das bestimmt die Laserstrategie
- Bei Verifikationspflicht: geforderte Norm mitteilen
Den Code selbst erzeugen wir aus Ihren Daten – Sie müssen kein fertiges Codebild liefern. Für Logos benötigen wir eine Vektordatei. Bei Fragen beraten wir Sie gerne vorab.